Ich will raus, ich will aus diesen Schuhen raus,
auch wenn sie gut aussehen, ich seh nicht gut drin aus.
Landung auf dem Bauch, besser als ins gras zu beißen.

Sehe Nadelstreifen Bilder auseinander schweifen.
Und ich setze Punkte hinter Fragezeichen,
mein Leben ein Geschenk,
eingepackt in Warteschleifen.
Knoten platzen, auspacken mit leuchtenden Kinderaugen.
Blut lecken, mir was neues aus den Fingern saugen.
Und ich tanz einbeinig überm Abgrund.
Lass mich fallen, um zu gucken was passiert.
Ich stürze ab in dieser scheinbar heilen Welt,
scheinbar wieder zurück zu mir.

Lieg auf dem Boden
kann die Erde wieder fühlen,
lass Sterne verglühen,
atme durch.
Scheinbar muss ich weg von hier,
scheinbar zurück zu mir.
Zieh den Kopf aus der Schlinge
einer scheinbar heilen Welt.

Ich les mich durch die Wand aus Comics durch.
Da kommt nichts durch.
Die Schultern sind einfach zu verspannt.
Da kommt nichts durch.
Ich krall mich in die Kissen,
Taktgefühl aus Krücken,
doch das Bettgestell sticht mir durch die Matratze in den Rücken.

Ich muss aufstehen, strenge Soldaten,
die mir im Magen sitzen.
Ich will aufstoßen,
ich will davon gar nichts wissen,
schlag den Katalog auf,
Blut tropft von der Nasenspitze.
Will mir das Klischee von Seite 13 in die Arme ritzen.
Es könnte so einfach sein,
doch der Junge lebt
Und er tauscht den Status Scheidungskind
nicht gegen Lungenkrebs.
Ich nehm keine Drogen mehr,
will nicht mehr im Sterben liegen.
Ich fühle den Boden,
seh den Mond in Vogelperspektive.
Gott sagt: du bist ein Wunderkynd,
such deinen Vater.
Ich pack Steine aus dem Rucksack
und fahr nach London mit'm Fahrrad,
das ist Afrika, beige Telefone aus den 80ern,
ich wähle die Nummer per Scheibe

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